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8. März 2023

Frauen im Tier- und Naturschutz

In der Geschichte des Tier- und Naturschutzes haben schon immer überwiegend Frauen eine prägende Rolle gespielt. Vor allem, als in den letzten Jahrhunderten der Tierschutz eine immer größere Bedeutung erhielt. Allen voran Jane Goodall, die wohl bekannteste Tier- und Naturschützerin des 20. und 21. Jahrhunderts, mit ihrer Forschung über das Verhalten von Schimpansen im Gombe-Stream-Nationalpark in Tansania. Dicht gefolgt von Dian Fossey, die Berggorillas im Virunga-Gebirge erforschte und die aufgrund ihres Kampfes für den Naturschutz in der, von ihr gegründeten, Forschungsstation Karisoke ermordet wurde.

Aber neben diesen beiden bedeutenden Persönlichkeiten gibt es noch viele weitere, deren Geschichten erzählt werden sollten. Anlässlich des Internationalen Frauentags möchten wir Ihnen drei von ihnen gerne vorstellen.

 

Georgina Mary Mace forschte über 35 Jahre lang an den Ursachen für Artensterben. Die Rote Liste für bedrohte Tier- und Pflanzenarten, die seit den 1960er Jahren existiert, wurde 1988 von ihr auf wissenschaftlichen Grundlagen neu aufgebaut und durch sie zum unverzichtbaren Mittel im Kampf um den Artenschutz. Mace ist eine der ersten, die erkannten, wie wichtig es ist, etwas gegen das Artensterben zu tun. Denn uns Menschen kann es nur gut gehen, wenn die Natur im Gleichgewicht ist. Heute umfasst die von Mace erneuerte Liste mehr als 138.000 Arten. Doch Mace wollte nicht nur auf Verluste hinweisen: Die Rote Liste gibt auch an, wenn sich Arten (z.B. durch Schutzmaßnahmen) wieder erholt. Das zeigt: Wir können die Arten noch retten!

Wangari Maathai, auch Mama Miti (Mutter der Bäume) genannt, ist es zu verdanken, dass in Kenia und vielen anderen afrikanischen Ländern neue Bäume gepflanzt werden. Eine wichtige Maßname gegen die zunehmende Ausdehnung der Wüste. Dank ihrer Mutter konnte Maathai als Kind zur Schule gehen und später in den USA Biologie, Chemie und Deutsch studieren. 1977 wurde Maathai so zur ersten Professorin von Kenia. Während sie über eine Zeckenplage forschte, fiel ihr auf, dass es den Menschen, vor allem den Frauen, in den betroffenen Gebieten viel schlechter ging als früher. Durch die ausgetrockneten Flüsse, war das Land unfruchtbar geworden und die Wüste breitete sich weiter aus. Maathai erkannte, dass das Abholzen der Bäume das ursprüngliche Problem war. Sie begann die Regierung zu kritisieren und gleichzeitig mit weiteren Frauen neue Bäume zu pflanzen. Durch ihren Einsatz entstand die Grüngürtel-Bewegung, die bis heute mehr als 50 Millionen Bäume gepflanzt hat und sich für Frauenrechte einsetzt. Maathai erhielt 2004 für ihr Engagement und ihren Einsatz für Umweltschutz, Frieden und Frauenrechte den Friedensnobelpreis.

Sylvia Alice Earle liebte das Meer bereits als Kind. Daher fiel ihr die Berufswahl sehr leicht: Meeresforscherin. Sie leitete mehr als 100 Expeditionen und tauchte über 7000 Stunden und entwickelte sich zu einer der führenden Expert*innen ür die Meere. Doch seit ihrem ersten Tauchgang veränderten sich die Meere drastisch. Unzählige Lebensräume sind zerstört, Tier- und Pflanzenarten selten geworden. Das Wasser ist verschmutzt. Deshalb kämpft Earle dafür, die Meere zu schützen. Earle gibt als Expertin unermüdlich Interviews, macht Fotos und Filme und schreibt Artikel für Zeitungen. 2009 gründete sie eine Stiftung, die sich dafür einsetzt, immer mehr Teile des Ozeans zu Schutzgebieten zu erklären. Mit ihrem Team macht sie besonders schützenswerte Stellen aus, die sie als „Hope Spots“ also als Flecken der Hoffnung bezeichnet. Earle ist der festen Überzeugung, dass wir unseren Meere noch retten können.

 

Diese drei Frauen machen nur einen winzigen Teil der Gesamtheit aller Frauen aus, die sich aktiv für den Tier- und Naturschutz einsetzen. Es gibt noch so viele mehr. Für uns als überwiegend weiblich besetzten Verein sind diese Frauen große Vorbilder.

Aber man muss keinen Doktortitel besitzen um sich für den Tier- und Naturschutz einzusetzen. Denn das beginnt schon im ganz Kleinen, bei jeder und jedem einzelnen von uns. Wir wollen allen, aber vor allem der weiblichen Leserschaft Mut machen, aktiv zu werden. Der Tier- und Naturschutz kann nur funktionieren, wenn wir alle zusammenhalten. In dem Sinne wünschen wir allen Frauen einen schönen Internationalen Frauentag!

 

Europäischer Tier- und Naturschutz e. V.
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Magazin RespekTIERE

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