Der Steinbruch Schönenberg - ein Kleinod im Bröltal

Steinbrüche - auf den ersten Blick mögen sie dem Betrachter leblos erscheinen. Doch schaut man genauer hin, sind zahlreiche Tierarten zu sehen: Eidechsen und Ringelnattern sonnen sich auf Felsbrocken, verschiedene Amphibienarten nutzen das kleine Stillgewässer im Steinbruch und bei sonnigem Wetter begegnet uns eventuell auch der „Kolibri" unter den Schmetterlingen: das Taubenschwänzchen. Steinbrüche sind ein wichtiger Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten und durch unser Biotopmanagement könnte der Steinbruch in Zukunft auch für so imposante Tiere wie den Uhu zum Lebensraum werden.

Wo Uhu und Eidechse siedeln

Selbst auf kleinstem Raum findet oft eine Vielfalt an Tieren und Pflanzen geeignete Lebensmöglichkeiten. So wie in unserem Grauwacke-Steinbruch. Er ist eine Wärmeinsel innerhalb des rauen Bergischen Landes und bildet mit weiteren Steinbrüchen in der Umgebung von Schönenberg ein Netzwerk von Lebensräumen von spezialisierten Tier- und Pflanzenarten. In den letzten Jahren breitet sich der Uhu im Bereich Windeck/Ruppichteroth aus und besiedelt neue Steinbrüche. Der Grauwacke-Steinbruch, der unter Landschaftsschutz steht, hat das Potenzial als Uhu-Brutplatz; bei einem Fortschreiten der Ausbreitung ist mit einer Besiedlung in den nächsten Jahren zu rechnen.

Schutz- und Pflegemaßnahmen

Um diese Lebensgemeinschaft zu erhalten, sind intensive Schutz- und Pflegemaßnahmen notwendig. Der Rheinisch-Bergische Naturschutzverein ist gemeinsam mit anderen Naturschutzverbänden sowie den Vertretern der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft, der Jägerschaft und der öffentlichen Hand Mitglied im Trägerverein der Biologischen Station im Rhein-Sieg-Kreis e.V. Letztere ist Teil eines landesweiten Netzwerkes Biologischer Stationen. Biologische Stationen betreuen gemeinsam mit Behörden und Verbänden Schutzgebiete von der Pflegekonzeption bis zur praktischen Umsetzung, betreiben Artenschutz, beraten die Landwirte, die Behörden und Bürger und sind in der Umweltbildung tätig.

ETN ist Eigentümer des Steinbruchs

Lange Zeit suchte man einen engagierten Partner im Naturschutz, der den Erhalt des Steinbruchs gewährleisten könnte. Anfang 2009 war es dann so weit: Der ETN e.V. wurde Eigentümer des Steinbruchs. Die weitere Betreuung und Pflege übernimmt der Rheinisch-Bergische Naturschutzverein mit Unterstützung des ETN und der Biologischen Station.

Damit ist gewährleistet, dass auch unsere Kinder und Enkel noch dieses wunderschöne Kleinod erleben können.

Fotos: © Heinz Schumacher

 

 

 

 

Europäischer Tier- und Naturschutz e.V.   Hof Huppenhardt   53804 Much