Experteneinsatz bei Ölkatastrophen

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Immer wieder kommt es zu Tankerunfällen auf unseren Meeren. Die Folgen für die Natur und die Tiere sind katastrophal! Hunderttausende Liter Schweröl verschmutzen dann die Küsten und treiben als kilometerlange Ölteppiche auf dem Wasser. Neben der Natur werden unzählige Seevögel und andere Meeresbewohner Opfer des klebrigen und zähflüssigen Öls. Zur Schadensbegrenzung gehen internationale Spezialteams gemeinsam in den Einsatz.

 

Der Kampf um Tierleben

Das Expertenteam des ETN-Partners „Project Blue Sea" ist auf solche Katastropheneinsätze vorbereitet und gehört zu den Spezialisten, wenn es darum geht, möglichst vielen Tieren das Leben zu retten. Zeit spielt dann immer eine entscheidende Rolle. Je schneller ein verölter Vogel einer professionellen Rehabilitation zugeführt werden kann, umso größer ist seine Überlebenschance. Zu der Vergiftung kommt ein zweites Problem hinzu: Wenn das Gefieder mit Öl verklebt ist, wird es wasserdurchlässig und der Vogel kühlt aus. Folglich gelangen viele Tiere mit einer starken Unterkühlung in die Station.

 

Im Eiltempo werden daher vor Ort Tierrettungsstationen eingerichtet, die Küsten nach Tieren abgesucht und gereinigt. Ein mobiles Equipment und Fachwissen sind die Voraussetzungen für solche Rettungsaktionen.

Katastrophen werden billigend in Kauf genommen

Zuletzt hieß es am 2. August 2009 für das Team von „Project Blue Sea" Koffer packen und durchstarten. Sie mussten schon zum dritten Mal in Norwegen Hilfe leisten. Am 31. Juli 2009 war der unter panamaischer Flagge registrierte Frachter „MV Full City" während eines Sturms ca. 3 km vor dem Ort Langesund auf harten Felsboden aufgelaufen. Dabei ergossen sich mehr als 700.000 l Schweröl ins Meer und verschmutzten die malerische südnorwegische Skagerrak-Küste auf über 40 km Länge. Zuvor gab es 2006 in Fredrikstad bei einer Pipeline ein Leck und Öl lief in den Fluss Glomma. Ein Jahr später brach vor der Insel Fedje in der Nähe von Bergen der Frachter „MS Server" auseinander und sein Betriebsöl kontaminierte zahlreiche Tiere.

Leider kann im Rahmen einer Ölpest nur ein Bruchteil der betroffenen Vögel lebend geborgen und gerettet werden. Ein Großteil stirbt unbemerkt auf See. Der ETN fordert daher gemeinsam mit seinem Partner „Project Blue Sea" bessere Vorsorgemaßnahmen in der Schifffahrt, um derartige Katastrophen zu vermeiden.

Es ist ein Skandal, dass altersschwache Tank- und Frachtschiffe aufgrund wirtschaftlicher Interessen unsere Meere befahren dürfen und solche Katastrophen billigend in Kauf genommen werden. Und auch das illegale Ablassen von Öl auf unseren Meeren muss stärker kontrolliert und härter bestraft werden.

 


 

 

 

 

 

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