Rumänien: Hilfe für Bären und Wölfe

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Die Haltung und Dressur von Bären ist in Rumänien immer noch weit verbreitet. Sei es als Touristenattraktion hinter Restaurants und Tankstellen oder in Zirkusbetrieben. Bereits als Kind gefangen, verbringen diese Bären ihr Leben hinter Gittern, Misshandlungen sind an der Tagesordnung. Nicht selten handelt es sich um verwaiste Bärenkinder, deren Mütter zuvor der Jagd zum Opfer gefallen sind, denn mit der Bärenjagd wird in Rumänien viel Geld verdient. Der Jagdtourismus boomt nach wie vor. Ausländische Trophäenjäger, viele davon aus Deutschland, zahlen für einen Abschuss bis zu 20.000 Euro.

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Im November 1997 erhob Cristina Lapis ihre Stimme für die Tiere Rumäniens und gründete die Organisation „Milioane de Prieteni" - „Millionen Freunde". Die für ihr Engagement vielfach ausgezeichnete Ehefrau des französischen Honorarkonsuls hat in den folgenden Jahren das anerkannt beste und größte Tierasyl Rumäniens für Straßentiere aufgebaut und sich des Schicksals der gequälten Braunbären angenommen.

 

Bärenreservat „LiBearty"

Nach Jahren des Kampfes war es im Oktober 2006 so weit: Das Bärenreservat mit dem treffenden Namen „LiBearty" wurde offiziell eröffnet. Mit 60 ha ist es inzwischen das größte seiner Art in Europa. Das Projekt wird von World Society for the Protection of Animals (WSPA), der Stiftung BB (Brigitte Bardot Foundation), dem Bund gegen Missbrauch der Tiere und seit Jahren auch vom ETN unterstützt. Prominente Hilfe erfahren Cristina Lapis und ihre Schützlinge durch den ehemaligen Winnetou-Darsteller Pierre Brice.

Das Bärenschutzgebiet Zarnesti liegt bei Brasov. Die Gemeinde Zarnesti hat dem Verein das Gelände auf 90 Jahre zur Verfügung gestellt. Das Reservat ist ein wahres Paradies: Ein riesiges Waldgebiet bietet ausreichend Platz. Der natürliche alte Baumbestand lädt zum Klettern ein, Teiche zum Baden, Höhlen, um sich zurückzuziehen. Auch das Unterholz und umgestürzte Bäume bieten den Tieren Gelegenheit, dem eventuell auftretenden Sozialstress auszuweichen. Niemand wirft Zuckerstückchen oder belästigt die Tiere. 30 Bären, als Schaustücke unter unwürdigen Zuständen gehalten und gequält, erfreuen sich in der Zwischenzeit sichtlich ihrer Freiheit.

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Wolfsgehege geplant

Gefährdet sind jedoch nicht nur die Bären. Rund 2 ha groß soll das geplante Wolfsreservat werden, in dem künftig verletzte oder beschlagnahmte Wölfe gepflegt und wenn möglich auf die Rückkehr in ihren natürlichen Lebensraum vorbereitet werden. Meist sind die Tiere auf den Straßen, die ihr Revier durchziehen, angefahren worden. In dem derzeitigen Gehege leben gegenwärtig zwei Wölfe. Der ETN unterstützt den Ausbau des Wolfsreservates und finanziert die hierfür erforderliche Zaunanlage. Doch auch in Deutschland brauchen Wölfe unseren Schutz! Lesen Sie hier mehr über die Hintergründe ...

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