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26.01.2012
Vernachlässigte Tiere in Wesseling – Amtsveterinäre bleiben untätig
Auf einem verwahrlosten Gelände in Wesseling, in der Nähe von Köln hält eine Frau ca. dreißig Ponys, Kühe, Schweine und Esel. Das Gelände gleicht einem Schrottplatz, die Tiere stehen tief im Morast und haben keinen Stall oder trockenen Unterstand. Neben der „Weide“ hat die Besitzerin zwei Hunde an kurzen Ketten an Autowracks angebunden. Die Zustände sind erbärmlich und verstoßen außerdem gegen das Tierschutzgesetz. Denn permanente Kettenhaltung ist nach dem Gesetz verboten, Hunde müssen zumindest eine ausreichend lange Laufleine zur Verfügung haben. Anwohner haben sich schon mehrmals über die Zustände auf dem Gelände, welches zusätzlich auch noch im Landschaftsschutzgebiet liegt beschwert. Aber das Kreisveterinäramt, vertreten durch Frau Roos von Danwitz bleibt untätig. Die Amtsveterinärin bezeichnet die katastrophalen Zustände auf dem Gelände als „nicht ganz zufrieden stellend“. Die Haltung der Tiere wird als „Robusthaltung“ bezeichnet und weiter heißt es, die Tiere seien ja an das Stehen im Matsch gewöhnt. Dass bei einer Tierhaltung auf permanent feuchtem und matschigem Untergrund die Gefahr der Huf- und Klauenfäule besteht, beachtet Frau Roos von Danwitz nicht.
Nach Aussagen der Veterinärin wurde die Halterin dazu aufgefordert, einen Unterstand für die Tiere zu bauen und hätte dies auch zugesichert. Auch eine Laufkette für die Hunde wurde angeblich schon angeschafft, sei aber nach Angaben der Besitzerin schon nach wenigen Tagen kaputt gegangen. Die Amtsveterinärin scheint diese Aussage zu glauben und sieht den Fall damit als erledigt an. Damit erfüllt Frau Roos von Danwitz die Aufgaben des Veterinäramtes, wie beispielsweise den Schutz von Leben und Wohlbefinden von Tieren und die Sicherstellung der Einhaltung des Tierschutzgesetzes nicht.
Der geschilderte Fall ist ein weiteres Beispiel für das Versagen von Veterinärämtern im Tierschutz. Er wurde bereits am Montag, den 23.01.2012 vom WDR aufgegriffen, der einen Beitrag zu den ungeheuerlichen Vorkommnissen in der Sendung „Lokalzeit“ ausstrahlte:
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2012/01/23/lokalzeit_koeln.xml
Noch diesen Freitag wird der WDR wieder vor Ort sein, diesmal unterstützt vom ETN. Der ETN-Präsident Dieter Ernst wird sich die Zustände bei dieser Tierhalterin persönlich ansehen und eine Einschätzung der Situation abgeben.
Darüber werden wir in Kürze berichten.
Wenn auch Sie gegen die Untätigkeit des Kreisveterinäramtes protestieren wollen, können Sie dazu das von uns vorgefertigte Schreiben an den zuständigen Landrat nutzen.
Bitte schicken Sie das Schreiben an die im Briefkopf genannte Adresse oder Faxnummer.
>>>Protestschreiben<<<
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