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ETN Protest gegen Hundemord / EM 2012 in der Ukraine /
Treffen mit UFEA-Turnier-Direktor in Kiew
Der „Europäische Tier – und Naturschutz e.V.“, der in den letzen Wochen als federführender Verband auf den Massenmord an Hunden in der Ukraine aufmerksam gemacht hatte (ARD „Brisant“, RTL News, Sat1 News, Vox News) , reiste vom 16.-18.11.2011 nach Kiew, um offiziell bei der Regierung der Ukraine und der verantwortlichen Veranstalterin der Fußball EM 2012, der UEFA, gegen die illegale und inhumane Massentötung von Straßenhunden zu protestieren und um Soforthilfe bei „Neuter & Release“ Maßnahmen anzubieten.
In Vorbereitung der EM 2012 werden in der Ukraine tausende Straßenhunde z.T. in fahrenden Krematorien lebendig verbrannt, vergiftet oder lebend in Massengräbern verschüttet.

ETN-Botschafterin Maja Prinzessin von Hohenzollern führte dazu mit dem verantwortlichen UEFA-Turnierdirektor Markiyan Lubkivskyi in Kiew ein Gespräch, in dem sie ein sofortiges Ende der Tötung forderte, auf die Einhaltung des Ukrainische Tierschutzgesetz (2006 ) drang und klarstellte, dass für den Fußball kein Blut fließen dürfe.
Dabei anwesend waren von ETN e.V.–Seite eine Journalistin der DPA, eine unabhängige Dolmetscherin, Ukrainischen TV- Teams und die Ukrainische Tierschützerin Tamara Tarnawska.
1. Maja von Hohenzollern führte dem UEFA-Turnierdirektor deutlich das Ausmaß des internationalen Protestes vor Augen, sie übergab ihm eine Petition mit 500 000 Unterschriften aus der ganzen Welt, berichtete über Demos und Boykottaufrufe für die EM 2012 in ganz Europa.
2. Die ETN-Botschafterin forderte die UEFA zu einer klaren Stellungnahme auf der UEFA-Homepage auf, in der sie sich in aller Deutlichkeit von der Massentötung der Straßenhunde in der Ukraine distanzieren soll. Maja von Hohenzollern kritisierte, das bisherige Fehlen einer solchen öffentlichen Stellungnahme in dieser Form.
3. Maja von Hohenzollern wies auf den bereits entstandenen Imageschaden für die UEFA, die EM 2012, die Ukraine und vor allem für den Fußball hin und mahnte die UEFA an die friedliche und faire Botschaft des Sports sowie an die Vorbildwirkung auf Kinder und Jugendliche. Diese ist mit der illegalen und inhumanen Massentötungen von unschuldigen Straßenhunden wohl kaum vereinbar.
4. Im Namen des ETN e.V. forderte sie die UEFA auf, ein Zeichen zu setzen und Straßenhunde-Projekte in der Ukraine zu unterstützen. So empfahl sie der UEFA als ersten Schritt die Stromrechnung i.H. von € 3000 der staatlichen Tierklinik, in der die Hunde gerade vor Kälte zittern, zu übernehmen. Ebenso solle die UEFA das Shelter der Ukrainischen Tierschützerin Tamara Tarnawska, in dem sich ca. 1600 Straßenhunde
befinden, unterstützen.
5. Maja von Hohenzollern riet der UEFA auch als gutes Zeichen, wenn Funktionäre und Spieler mit gutem Beispiel voran gehen und einen Straßenhund aus der Ukraine adoptieren würden.
6. Die ETN-Botschafterin klärte über die Wichtigkeit von „Neuter & Release“ Maßnahmen, als das einzig humane, legale und effektive Instrument zur Dezimierung der Straßenhunde-Population auf und bat die UEFA diese Maßnahmen gegenüber der Ukrainischen Regierung zu unterstützen. Maja von Hohenzollern wies darauf hin, dass das Töten der Straßenhunde gegen das bestehende Tierschutzgesetz der Ukraine verstößt und warnte davor finanzielle Interessen über das Wohlergehen und das Recht von Tieren zu stellen.
Fazit:
Das Gespräch verlief sehr freundlich, dennoch war es Markiyan Lubkivskyi deutlich unangenehm mit dem Thema konfrontiert zu werden. Die Übergabe der Petition und die Schilderung der Europaweiten Protestaktionen haben ihm nachhaltig die Augen über die Tragweite der Situation geöffnet und sichtbar erschreckt. Auf die Frage, ob ein Boykott der EM 2012 zu befürchten sei, sagt Maja von Hohenzollern, dass es längst Boykottaufrufe gäbe und dass sich die UEFA der Realität stellen und handeln müsse. Die UEFA versicherte, dass die Tötung der Hunde nicht in ihrem Interesse sei und dass sie diesbezüglich erneut mit der Ukrainischen Regierung sprechen wolle. Markiyan Lubkivskyi gab sich kooperativ und begrüßte den Einsatz des ETN e.V., er könne sich sogar eine Kampagne seitens der UEFA für Straßenhunde vorstellen. Dies bleibt nachhaltig zu prüfen. Eine Stellungnahme auf der UEFA-Homepage wollte der Turnierdirektor trotz Nachdrucks von Maja von Hohenzollern dennoch nicht versprechen. Genauso wenig, wie die Unterstützung der Tierklinik oder des Shelters von Tamara Tarnawska. Daher bleibt ein fader Beigeschmack, ob die UEFA tatsächlich aktive Hilfe leisten wird. Fakt ist, unser Protest und die Demos verfehlen ihre Wirkung nicht und haben den Herren ganz schön zugesetzt. Der ETN e.V. wird die UEFA an ihre Zusagen erinnern und diese einfordern. Darum sollten die Proteste weitergeführt werden.
Der ETN e.V. möchte sich ausdrücklich bei Vitali Klitschko bedanken, der bei der Organisation der Termine behilflich war und der dem ETN e.V. seine Mitarbeiterinnen und Dolmetscherinnen zu Verfügung gestellt hat. Herzlichen Dank an Anna Starostenko und Alina Nosenko für die große Unterstützung.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Ernst Maja Prinzessin von Hohenzollern
ETN-Präsident ETN-Botschafterin
Europäischer Tier- und Naturschutz e.V.
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