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Hopp oder topp für den Dachs –
Der ETN e.V. bittet um Ihre Unterstützung!
So schnell kann es gehen: 2010 noch von der „Schutzgemeinschaft Deutsches Wild“ (SDWI) zum Tier des Jahres ausgerufen, geht es dem sympathischen Allesfresser nun an den Pelz. In seiner hessischen Heimat ist die Jagdsaison auf den Dachs von drei auf sieben Monate erhöht worden. Jäger und Landwirte plädieren für die neue Regelung, da der Dachs sich durch die Mais und Getreidefelder fresse. Allerdings gibt es keine Zahlen, die die angeblich hohen Schäden beziffern.
Für den ETN e.V. sind dies lediglich vorgeschobene Argumenten. Ein Dachs frisst in der Regel kein Getreide und jedes Wildschwein toppt die Fressgier von Meles Meles, dem Dachs. Die Ausweitung der Jagdzeit widerspricht zudem den Grundsätzen der Jäger, wonach keine Tiere in der Brut- und Aufzuchtzeit getötet werden sollen.
Der Dachsbestand stand in den 70er Jahren kurz vor der Ausrottung. Inzwischen hat er sich deutschlandweit erholt, was kein Grund sein darf, ihn nun systematisch wieder zu reduzieren. In Hessen starben, laut Umweltministerium, in der Jagdsaison 2009/10 viertausend Dachse durch Menschen, davon etwa tausend Tiere durch den Straßenverkehr.
Umweltstaatsministerin Lucia Puttrich, beschloss nun im Rahmen der Novellierung des Hessischen Jagdgesetzes, die Abschusszeit der Dachse auf sieben Monate zu verlängern.
Ihre Begründung ist erschreckend lapidar: „Im Juli sind die Dachse sehr aktiv und können gut bejagt werden. …. Einer Verlängerung der Jagdzeit steht wildbiologisch nichts entgegen.“Damit straft sie das Grundgesetzt hinsichtlich des Tierschutzes mit Missachtung. Sie zeigt ihre Inkompetenz in der Arroganz, sich noch nicht einmal ansatzweise die Mühe zu machen, einen plausiblen Grund zu nennen.
Sie hat es hier einfach: In Hessen gibt es weder die Möglichkeit der Popularklage noch ein Verbandsklagerecht in Tierschutzsachen. Da fallen ignorante Fehlentscheidungen schnell unter Tisch. Damit dem nicht so ist, bittet der Verein „Wildschutz Deutschland e.V.“ auf seiner Homepage und im Facebook um viele Unterschriften. Diese sollen Frau Ministerin Puttricht die Augen öffnen, dass der Bürger sich nicht abweisen lässt eine Stimme für die Tiere zu erheben.
Der ETN e.V. unterstützt diese Aktion gern, hat sich in diese Liste eingetragen und bittet Sie, liebe Tierfreunde, unter www.wildtierschutz-deutschland.de, Selbiges zu tun.
Fotos Dachs: Wikipedia
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