Gänsestopfleber - Gequältes für Gestopfte!

Auf Speisekarten - man glaubt es kaum - findet sich immer noch „Foie gras" - Gänsestopfleber. Auf dieses aus Tierschutzsicht wirklich „unappetitliche" Thema möchten wir deshalb alle Tierfreunde aufmerksam machen.

Per Metallrohr in den Magen

Die Gänse werden nicht gefüttert, sie werden gestopft. Damit ihre Lebern in kürzester Zeit um mehr als das Zehnfache der normalen Größe wachsen. Vollgepumpt mit gequollenem Mais, Hafer, Schweineschmalz und Antibiotika durch ein 50 cm langes Metallrohr, das gewaltsam in ihren Schlund geschoben wird. Damit die Leber möglichst schnell groß wird, werden die Tiere täglich mit rund 1,2 Kilogramm Nahrung gestopft - zehnmal mehr als ihrem normalen Bedarf entspricht. Direkt per Metallrohr in den Magen. Vergleichbar mit einer Magenspiegelung - nur ohne Betäubung und mit gewaltsam aufgesperrten Rachen. Damit die Gans nicht erbricht, wird der Schnabel mit einem Gummiband zugehalten.

Das Resultat: Eine verfettete Leber auf dem Teller und bei den Gänsen wunde Speiseröhren sowie blutende Schnittwunden an Körper, Schnabel und Kopf, die sich gerne entzünden und schließlich die einzige Erlösung für die Tiere beschleunigen.

„Foie gras" - gesund genießen?

Da viele „Gourmets" von heute des Französischen nicht mehr mächtig sind, wissen sie nicht, was sie tatsächlich angeboten bekommen: Un Foie gras - eine Fettleber. Schuld ist der „G'stopfte", der zeigen will, was er hat und was nicht - nämlich Sinn für die französische Sprache, ein Herz für Tiere und Gesundheitsbewusstsein. Was beim Menschen ein Säufer-Schicksal, wird den Gänsen von Menschenhand zugefügt. Denn unsere gefiederten Freunde speichern überschüssiges Fett in der Leber ab. Wird es zu viel, bläht sie sich auf. Vollgestopft mit Antibiotika, ohne die kein Lebewesen diese Tortur überstehen würde. Wohl bekomms!

Gans legal?

Die „Produktion" von Gänse- und Entenstofflebern ist in fast allen EU-Staaten aus Tierschutzgründen verboten. Ungarn, Bulgarien und Frankreich sind die traurige Ausnahme. Dort sorgen riesige Stopffarmen dafür, dass heute jedermann die Feinkost von einst in jedem Supermarktregal findet - zehnmal billiger als noch vor zehn Jahren. Denn die Einfuhr ist erlaubt. Deutschland steht auf der Liste der Importländer sogar an fünfter Stelle. Übrigens: Wenn die Fettleber als Delikatesse verarbeitet wurde, landen die restlichen „Tierprodukte" oft auf den Tellern der unwissenden Verbraucher. Bitte verzichten Sie deshalb grundsätzlich auf Enten- oder Gänsefleisch aus Frankreich, Ungarn oder Bulgarien.

Was Sie tun können?

Sollten Sie bei einem Restaurantbesuch Stopflebern von Gänsen und Enten auf der Karte finden, fassen Sie sich ein Herz für Tiere und sprechen Sie den Chefkoch und den Restaurantbetreiber darauf an. Denn Gourmets mit Gewissen verzichten auf Gestopftes aller Art! Dass Sie, liebe ETN-Tierfreunde, ganz sicher auf solche tierquälerischen „Köstlichkeiten" verzichten, steht für uns außer Frage. Danke für Ihre Unterstützung und halten Sie die Augen auf!

 

Fotos: © www.stopgavage.com

 

 

 

 

 

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