Das Wattenmeer - Lebensraum für bedrohte Tierarten

Für fast zehn Millionen Zugvögel ist der Nationalpark Wattenmeer als einer der wichtigsten globalen Rast- und Überwinterungsplätze überlebenswichtig. Doch dieses einmalige und sensible Ökosystem braucht dringend Schutz.
Rastvogel- und Robben-Monitoring
Das Rastvogel-Monitoring (regelmäßige Zählungen) ist dabei ein wichtiger wissenschaftlicher Beitrag zum Schutz der Zugvögel und der Wattbewohner. Mitarbeiter unserer Partnerorganisation „Schutzstation Wattenmeer e.V." bewachen seit vielen Jahren die Seevogelbrutkolonien und Robbenbestände, um den Schutz der Tiere zu gewährleisten. Jedes Jahr halten sich auf dem Höhepunkt des Vogelzuges im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer über eine Million weit gereister Gäste, vor allem aus arktischen Regionen, auf. Auch Kegelrobben bringen ihren Nachwuchs jeden Winter an den Sandbänken vor Schleswig-Holstein zur Welt.
Watt wird Weltnaturerbe
Am 26. Juni 2009 hat das UNESCO-Welterbekomitee große Teile des Wattenmeeres in die Liste des Kultur- und Naturerbes aufgenommen. Das Komitee würdigte das Wattenmeer als eines der größten küstennahen und gezeitenabhängigen Feuchtgebiete der Erde. Das Gebiet sei ein einzigartiges Ökosystem mit einer besonderen Artenvielfalt. Zu den bekanntesten Welterbestätten gehören das Great Barrier Reef vor Australien, die Galapagos-Inseln im Pazifik und der Grand Canyon in den USA.
„Wir schützen, was wir kennen und lieben"
Daher gehört die Aufklärungs- und Bildungsarbeit zum festen Bestandteil unseres Engagements. So konnte auf Hooge ein großartiges Naturerlebniszentrum mit richtungsweisendem Charakter geschaffen werden. Jedes Jahr erhalten dort zahlreiche Gäste und Schülergruppen Einblicke in den Tier- und Naturschutz im Nationalpark Wattenmeer.
Dass konsequente Schutzmaßnahmen dringend notwendig sind, zeigt die aktuelle Situation. Die Ölförderung im Dithmarscher Watt ist weder mit einem Nationalpark noch mit einem Welterbegebiet vereinbar. Auch die Seekabel von Offshore-Windparks müssten so weit möglich außerhalb der Schutzgebiete geführt werden.
Unterstützen bitte auch Sie unser Engagement zum Schutz der Meeresbewohner und des Ökosystems Wattenmeer.
Die Natur braucht uns nicht, wir aber die Natur!

