Fürchterliches Unrecht: TierTodesTransport
Schätzungen zufolge werden weltweit pro Jahr 50 Milliarden Tiere lebendig transportiert - oft in qualvoller Enge, krank, ohne Wasser und Futter. Zwischen Herkunfts- und Bestimmungsland liegen in der Regel Tausende Kilometer Fahrt über Land und Meer. Die Tiere sind allen denkbaren Strapazen ausgesetzt. Kaum eine Tierart wird dabei verschont.
Alleine in Deutschland werden jährlich rund 450 Millionen Tiere geschlachtet und dafür auch mindestens einmal lebend transportiert. Tiere werden innerhalb Europas, aus Europa in Drittländer und aus Drittländern nach Europa transportiert. Deutschland allein exportiert mehr als fünf Millionen Tiere pro Jahr.
Seit 1996 werden diese Tiertransporte stellenweise begleitet: von den „Animals' Angels". Diese „Engel" dokumentieren nicht nur das Leid der Tiere. Sie schützen und versorgen die Tiere, wo immer es ihnen möglich ist! Der ETN unterstützt „Animals' Angels" und schickt seit Juli 2009 einen „Engel" auf die Reise.
Gesetzwidriger Umgang mit Tieren
„Nutz"tiere werden gemästet, transportiert und geschlachtet. Das ist gesellschaftlicher Konsens und ein profitables Geschäft. Doch die gesetzlichen Regelungen zum Schutz der Tiere auf den Transporten innerhalb der EU reichen nicht im Entferntesten aus. Außerhalb der EU und vor allem bei Transittransporten sind die Zustände noch katastrophaler. Hier gelten noch nicht einmal die wenigen, unzureichenden EU-Schutzbestimmungen! Nach der seit 2007 geltenden Tiertransport-Verordnung sind nach wie vor mehrtägige Transporte erlaubt. Vorausgesetzt der LKW verfügt über ein Belüftungssystem, Einstreu und Versorgungsmöglichkeiten. Bis zu 29 Stunden dürfen Tiere transportiert werden, je nach Tierart und Alter. Vorgeschrieben ist lediglich eine Pause von einer Stunde. Nach der 29-stündigen Fahrt sollen die Tiere 24 Stunden ruhen. Klingt gut, ist es aber nicht. Denn es gibt keine Pflicht, die Tiere auszuladen und in den Versorgungsstationen unterzubringen. Die meisten bleiben auf dem LKW. Und das ist nicht einmal ungesetzlich. Anschließend geht die Fahrt weiter. Kontrollen, ob die vorgeschriebenen Pausen auch tatsächlich eingehalten werden und die Tiere korrekt versorgt werden, ob sie in der Enge des Transporters an die Wassertränken gelangen, ob die Fahrzeuge nicht überfüllt sind, solche Kontrollen finden innerhalb der Europäischen Union so gut wie nicht statt.
Langstrecken-Tiertransporte abschaffen!
Die Öffentlichkeit ist informiert und weiß um die schrecklichen Bilder an den Verladestationen. Von Rindern mit gebrochenen Beinen, die mit einem Flaschenzug in die Höhe gerissen werden und auf den Boden aufschlagen. Von den Tieren, die verletzt und erschöpft in den überfüllten Fahrzeugen zusammenbrechen, die am Boden liegend die unvermeidlichen Tritte ihrer Leidensgenossen erdulden müssen. Von den Tierschändern und Veterinären, die bei Überprüfung des Gesundheitszustandes (nur gesunde Tiere dürfen transportiert werden) die armen Geschöpfe mit Elektrostangen traktieren, damit sie aufstehen - und als transportfähig eingestuft werden können. Unvergessen die Bilder, wie einer Kuh in die Augen gestochen wird ... Das Leiden ist unsäglich, die Grausamkeit unfassbar!

Unterzeichnen Sie die Petition!
Daher ist es neben der Arbeit vor Ort - der Begleitung der Tiertransporte - unendlich wichtig, dass der politische Druck nicht nachlässt! Die einzig wirkliche tierschutzgerechte Lösung wäre ein Verbot von Langzeit-Tiertransporten. Wenn Tiere schon in Schlachthöfen enden, dann muss zumindest Sorge getragen werden, dass der Weg sowie die Tötung selbst unter Tierschutzaspekten erfolgen. Tierschützer fordern daher seit Langem den Wechsel zum Fleischtransport. Doch es sind rein wirtschaftliche Gründe, warum man lieber lebendige Tiere statt tiefgefrorenem Fleisch transportiert: Das ist preiswerter!
Wer das unerträgliche Leid der Tiere verhindern will, der muss sich für eine absolute Begrenzung der Transportzeiten einsetzen. Bitte unterzeichnen Sie daher mit uns die Petition unter http://www.8hours.eu/.
Fotos Animals' Angels
