Der Hund als Ware - ETN deckt skrupellosen Welpenhandel auf

Der beißende Gestank von Urin und Kot lässt uns den Atem stocken. Aus der dunklen Ecke einer notdürftig zusammengenagelten Hundebox blicken uns ängstliche Augenpaare entgegen. Regungslos liegen vier kleine, wenige Wochen alte Schäferhundwelpen in ihrem eigenen Dreck - von der Hundemutter keine Spur. Eindrücke, die sich bei jedem Einsatz im Rahmen unserer Recherche zum Thema „Der Hund als Ware" wiederholen. Wir als Europäischer Tier- und Naturschutz e.V. haben es uns zur Aufgabe gemacht, diese Missstände aufzudecken und zu bekämpfen! Es sind die immer gleichen erschütternden Bilder, die immer gleichen Geschichten kranker Welpen und „geschädigter" Käufer ... Über eine Anzeige in der Zeitung oder im Internet hat man sich bei einem vermeintlich seriösen Hundezüchter bzw. Hundehändler für wenig Geld ein neues Familienmitglied gekauft. Doch schnell schlägt die Begeisterung über das süße Wollknäuel in Enttäuschung um, wenn sich der geliebte Welpe als krank erweist. Aus einem Schnäppchen wird so häufig ein teurer Pflegefall und viel zu spät gelangt man zu der Erkenntnis, einem skrupellosen Geschäftemacher aufgesessen zu sein.

Massenvermehrer

Von den ca. fünf Millionen Hunden in Deutschland wurden viele in einer lebensunwürdigen Massenhaltung für den Welpenmarkt „produziert" und sind über dunkle Kanäle zu uns gelangt. Die nicht tierschutzgerechte Massentierhaltung bekommt der Interessent natürlich nicht zu sehen, kritische Fragen im Verkaufsgespräch sind unerwünscht. So mancher Welpe wird auf Bestellung in einschlägigen Verkaufsportalen, aus osteuropäischen Ländern kommend, direkt aus dem Kofferraum verscherbelt, wie der ETN sich vor Ort auf einem Supermarktparkplatz im Rheinland selbst überzeugen konnte. In unserem aktuellen Aufklärungsfilm „Der Hund als Ware" dokumentieren wir den Weg, wie ein bei einem Massenvermehrer produzierter Welpe über dubiose Anzeigen, Parkplatzverkäufe und Tierhandlungen in die Familie gelangt. Dabei werden sowohl der deutsche als auch der grenznahe Welpenmarkt im Ausland kritisch durchleuchtet.

Keine Welpen zu Schleuderpreisen

Foto © Christian JausovecUm den tierquälerischen Handel mit Hundewelpen zu beenden, fordert der ETN strengere Grenzkontrollen, härtere Strafen und verstärkte Aufklärung. Daher freuen wir uns, dass mehrere Fernsehsender über das schmutzige Geschäft mit Hundewelpen berichtet haben. Auch künftig werden wir derartige Fälle hartnäckig verfolgen und öffentlich machen. Die entscheidende Macht aber haben die Verbraucher. Werden keine Welpen mehr gekauft, wird es auch den unseriösen und kriminellen Welpenhandel nicht mehr geben. Natürlich ist nicht jeder Hundezüchter unseriös. Doch solange die Tierheime in Deutschland voll sind, macht es keinen Sinn, auch nur einen einzigen Hund zu züchten. Jeder Welpe, den ein vermeintlich seriöser Züchter verkauft, füllt einen Platz, den auch ein Hund aus einem Tierheim hätte besetzen können.

 

Unterstützen auch Sie uns im Kampf gegen diese Massenproduzenten!

Schauen Sie sich unsere Filmdokumentation „Der Hund als Ware" an.

Unterstützen Sie bitte die Aktion: Wühltischwelpen - nein Danke!

 

Lesen Sie auch den Reisebericht: Auf den Spuren der Hundemafia in Ungarn!

 




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