Prinzessin Maja von Hohenzollern als ETN-Botschafterin für die Tiere
Es ist ein qualvoller Tod, den Abertausende rumänischer Straßenhunde in Brasov seit Monaten sterben. Zu Tode gespritzt mit dem Nervengift T61! Ein unvorstellbares Massaker, angeordnet vom neuen Bürgermeister der Stadt. In der Bevölkerung nennt man ihn bereits „Hunde-Ceauşescu", denn er schreckt vor nichts zurück. Ob auf offener Straße oder in großen ehemaligen Schweinemastanlagen: Die eigens dafür eingesetzte Tötungseinheit geht brutal gegen die Tiere vor. Ein Schlachten, gegen das nicht nur rumänische Bürger und Tierschützer Sturm laufen!
Nun mischt sich sogar ein Königshaus ein! Mit Prinzessin Maja von Hohenzollern aus Marbella haben die Tiere prominente Unterstützung erfahren. Als ETN-Botschafterin kämpft die tierliebe Prinzessin gegen das grausame und sinnlose Töten. Im August reiste sie mit dem ETN als Botschafterin für die Tiere nach Rumänien.

„Stoppt dieses Hundemassaker! So etwas darf es im zivilisierten Europa nicht geben!", forderte Maja von Hohenzollern gemeinsam mit dem ETN und den rumänischen Tierschützern auf der Pressekonferenz. 
Überwältigende Resonanz bei den Medien - alle rumänischen Fernsehsender und Zeitungen berichteten ausführlich über die Proteste gegen das Hundemassaker.
Verstoß gegen geltendes Recht
Zuvor hatten in einer gemeinsamen Hilfsaktion des ETN e.V. mit dem Bund gegen Missbrauch der Tiere, TASSO und unserem rumänischen Partner „Milioane de Prieteni" zahlreiche Proteste und Verhandlungen stattgefunden. Versprechungen wurden gemacht und wieder gebrochen! Das deutsche Auswärtige Amt und der französische Konsul protestierten gegen diese Tierquälerei, die gegen geltendes EU-Recht verstößt, in Bukarest. Alles ohne Erfolg!
Nach neuesten Angaben rumänischer Tierschützer wurden in Brasov - der ehemaligen, vor allem von Deutschen bewohnten Kronstadt - alleine 2008 über 9.000 Hunde eingefangen und grausam getötet. Das Tierheim unseres Partnervereins „Milioane de Prieteni" nimmt zwar immer wieder Hunde aus der Tötung auf. Doch die Kapazitäten sind begrenzt. Um die Hunde vor einem grausamen Tod zu bewahren, starteten daher bereits vier Rettungstransporte für die Hunde aus Brasov.
Im Shelter, dem Tierheim von Cristina Lapis, zeigte sich die Prinzessin sehr beeindruckt von dem großen Engagement.
Gemeinsam für die Tiere: Prinzessin Maja von Hohenzollern mit Wolfgang Stephanow und Dieter Ernst vom ETN e.V..
Prinzessin Maja undercover
Begleitet von einem Kamerateam, gelang es gemeinsam in die streng gesicherte Tötungsanlage vorzudringen. Zu ertragen waren die Bilder kaum: Hunderte von Tieren, die nur auf den Tod warten, zusammengepfercht, ohne Wasser und Futter, Welpen, die einen langsamen, qualvollen Tod sterben ...
In hartnäckigen Verhandlungen, unterstützt vom ETN, gelang es der Prinzessin vor Ort, etliche Tiere, vor allem Welpen, vor ihrem grausamen Schicksal zu bewahren und aus ihrem Martyrium zu befreien. Diese Tiere sollen nun nach Deutschland vermittelt werden!




Die Tötung in Brasov: In dunklen - ehemaligen - Schweinemastanlagen warten sie auf den Tod. Dieser Anblick erschütterte nicht nur die Prinzessin.
Das Töten wird eingestellt
Im Anschluss an die Besichtigung des Todeslagers konfrontierte die Prinzessin die verantwortlichen Stellen mit dem erschütternden Bildmaterial und forderte: „Rumänien ist seit 2007 Mitglied in der EU und muss sich jetzt auch gemäß EU-Recht und allgemein gültigen EU-Tierschutzprinzipien verhalten". Und dann geschah das, woran keiner mehr zu glauben gewagt hatte: Die Verantwortlichen stimmten unter dem öffentlichen Druck zu, das Töten einzustellen. Natürlich zeigte der ETN mit der prominenten Tierschützerin bei den Gesprächen erneut Alternativen durch den Aufbau von Tierheimen und Kastrationsprogrammen auf und bot eine intensive Zusammenarbeit an.

Zur Pressekonferenz am folgenden Tag fanden sich alle rumänischen Medien ein, um über das Engagement der deutschen Prinzessin zu berichten. Vor riesigen Plakaten mit erschütternden Bildern aus der Tötungsanlage sagte die Prinzessin mit Tränen in den Augen: „Stoppt dieses Hundemassaker! So etwas darf es im zivilisierten Europa nicht geben!"

Tierfänger in Brasov und Umgebung: Mit unglaublicher Brutalität wurden die Hunde getötet.
Zwei Welpen im Gepäck
Nicht zuletzt die Presseresonanz zwang die Verantwortlichen zur Aufgabe! Maja und der ETN e.V. erreichten den vorläufigen Stopp der Tötungsmaschinerie! Was für ein Erfolg! Übrigens: Prinzessin Maja von Hohenzollern trat die Heimreise nicht alleine an: Mit dabei waren zwei kleine Vierbeiner aus der Tötungsanlage, die zwischenzeitlich bereits ein neues Zuhause in Deutschland gefunden haben.
Dieser kleine Kerl hat Glück: In den Armen von Prinzessin Maja von Hohenzollern entkommt er der Tötung.
Liebe Tierfreunde, wenn auch Sie einem Hund aus Brasov ein Zuhause geben möchten, melden Sie sich bitte bei uns! Zahlreiche Schützlinge, die vor dem grausamen Tod gerettet wurden, fanden Aufnahme im ETN-Tierheim in Bad Karlshafen.
Reisebericht von Wolfgang Stephanow
Film

